Autogramme

Sportler, Musiker, Schauspieler und Politiker – die meisten Personen der Zeitgeschichte haben Autogramme, die sie Interessierten, Fans und Autogrammsammlern schicken können.

„Autogramme“ stehen für die Unterschrift einer berühmten Person auf einem Foto, in einem Buch, auf einer CD oder anderen Artikeln, die Unterschriften beherbergen können. Der Begriff stammt aus dem Griechischen (auto: „eigen, selbst“, gramm: „Zeichen“).

In „Autogrammstunden“ signieren Prominente und Persönlichkeiten der Zeitgeschichte zum Beispiel eigene Bücher oder CDs und dienen zur Werbung einer Veröffentlichung, beispielsweise eine Autobiografie oder einer neuen CD.

Der bayrische König Ludwig II. gilt als der erste Schreiber von Autogrammkarten. Er begann nach seiner Thronbesteigung im Jahr 1864, Fotos mit einer Signatur von sich an seine Untertanen zu verschenken.

Heute sind Autogrammkarten urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Erlaubnis vervielfältigt oder veröffentlicht werden. Wenn es sich jedoch nur um die Unterschrift eines Prominenten handelt, beispielsweise auf einem normalen Zettel, ist die Veröffentlichung nicht beschränkt, da an einer Unterschrift kein Urheberrecht bestehen kann.

In Deutschland leben mehrere Tausend Autogrammsammler, ca. 2500 von ihnen sind in Vereinen organisiert. Die beiden größten Vereine sind die AdA (Arbeitsgemeinschaft der Autographensammler e. V.) sowie der CdA’94 (Club der Autogrammsammler e. V.). Auch Magazine beschäftigen sich mit dem Thema, so wird zum Beispiel seit 1986 in den USA das Autograph Collector Magazine veröffentlicht. Autogrammsammler treffen sich auch auf Sammlerbörsen, wo sie die Autogramme mit anderen Sammlern tauschen oder auch verkaufen und kaufen können.

Altbekannt sind Autogrammsammler eigentlich, als Personen, die Prominenten hinterher reisen oder an jedem Roten Teppich ihrer Stadt stehen, um Unterschriften von Promis zu sammeln. Dies stimmt jedoch heute nicht mehr, da der Großteil der Autogrammsammler die Agenturen der Prominenten per Post anschreiben und um ein Autogramm bitten.

Natürlich ist das Thema der Fälschungen wichtig in diesem Umfeld. Verschiedene Prominente machen inzwischen auf Autogrammfälschungen aufmerksam und nennen die Verkäufer der gefälschten Autogrammkarten auch beim Namen. Schwierig ist es trotzdem, die Fälschungen zu erkennen; ein Merkmal können aber Stifte sein, die in der Zeit, in der die Persönlichkeit gelebt hat, noch nicht erfunden waren. So kann Ludwig von Beethoven noch kein Bild von sich mit einem Edding unterschrieben haben.

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